11. November 2016

Trump, Fannie & Freddie

Die Aktienmärkte haben nach der Trump-Wahl irgendwie seltsam reagiert. Ich persönlich habe mit den Anstiegen der letzten Tage überhaupt nicht gerechnet - obwohl sich das Bild stark differenzieren lässt. Till Schwalm von sfg-value hat mehr dazu.

Ich möchte hier vor allem auf Fannie und Freddie hinweisen. Es war von vornherein klar, dass eine Trump-Präsidentschaft für diese beiden besser ist als eine Clinton-Präsidentschaft es gewesen wäre, weil unter Clinton die Fortführung der Obama-Strategie (wenn man das so nennen kann) fast sicher gewesen wäre. Auf Trump gehofft habe ich deswegen aber nicht, ehrlich. Eigentlich war mir das ziemlich egal.

Wie auch immer: tatsächlich tauchen im Trump-Umfeld einige Berater auf, die für eine Re-Privatisierung eintreten, oder in der Vergangenheit zumindest eingetreten sind. Aus diesem Artikel:
Ken Blackwell, who’s been tapped to lead the domestic transition team, wrote an op-ed in 2014 in which he called the Treasury arrangement “theft of private property.” In the piece, Blackwell noted that there is a “bipartisan consensus on how to wind down Fannie and Freddie.”


Noch ist nichts gewonnen. Die Re-Kapitalisierung die mit der Re-Privatisierung einhergeht, so sie denn kommt, wird nicht einfach werden. Die USD 20, die Bill Ackman als Kursziel ausgegeben hat, finde ich etwas gar optimistisch. Aber ich kann wieder etwas hoffen, zumindest in dieser Hinsicht kann ich mich über die Trump-Präsidentschaft nicht beschweren. Die Märkte sehen das offenbar ähnlich.

Fannie-Chart via onvista.de:

Kommentare:

  1. Hi Tom,
    Schon krass was die letzten Tage an der Börse passiert ist. Ich kann mich hinsichtlich meines Depots auch nicht beschweren, allerdings hätte ich lieber Clinton und kurzfristige Kursverluste ;)
    BG, Till

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    1. Schaun mer mal, was der noch macht...
      ;-)

      lg
      Tom

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  2. http://www.gurufocus.com/news/459820/bruce-berkowitzs-fairholme-capital-management-conference-call-transcript

    David Thompson: It’s still early, but we’re certainly optimistic that the Trump Administration would take a different approach. We think it’s unlikely that they would perpetuate the same sorts of tactics of deny and delay that we are seeing from the Obama Administration.


    viel zu lesen, werde es morgen nochmal durchgehen - wollte es aber schon mal hier teilen

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    1. Daniel Schmerin: From a legal perspective, how would you characterize the differences between the preferred stock that we own and common stock owned by other Fannie Mae and Freddie Mac shareholders?

      David Thompson: Well, of course, the preferred stock is more senior in the capital structure. Also, the preferred shareholders have a contract right to, (A) a liquidation preference, and (B) a dividend stopper. As I indicated, under the terms of the contract, Fannie Mae and Freddie Mac are not permitted to pay dividends to common stockholders unless they have paid dividends to the preferred. So that’s an important distinction and candidly, if the common stock is worth a penny, then Fairholme’s preferred should be money good.

      --

      Anmerkung: Was für Aktien hat Ackman gekauft? Was für aktien hast du gekauft TomB?
      Ich hab die common und bin grade am überlegen ob ich den Trade mit Berko tatsächlich mitmache oder mir hier nur was vormache

      --

      Sowas klingt eher unsympatisch:
      David Thompson: Well, we do. It’s “vincere aut mori.” That’s Latin for “victory or death.” All of us have a large six-foot sword in our offices to remind us every day of that motto. And let me emphasize in the strongest possible terms: we fully intend to win this fight.

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    2. Ich habe die commons. Mir ist bewusst dass berkowitz inzwischen in den prefs ist. Ackman ist meines Wissens in den commons.

      Mir ist auch bewusst dass die prefs nicht ganz so riskant sind, dafür haben sie weniger upside. Ich habe mir auch schon überlegt einen teil in die prefs zu stecken, aber dann denk ich mir: wenn schon eine alles oder nichts wette, dann die riskante version...

      Ausserdem bin ich der Meinung dass die Gerichte den net worth sweep kippen müssen. Andernfalls sind sie nicht mehr unabhängig, weil die Regierung gegen Buchstaben und Geist der gesetze/Verfassung verstößt. Wenn die Regierung davon käme, emfande ich das als viel schlimmer als meinen finanziellen Verlust.

      Tom (vom Handy)

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    3. Hi Tom,

      "wenn schon eine alles oder nichts wette, dann die riskante version... "
      Da hast du auch wieder recht. (muss da an Greenblatt und seine LEAPs denken)

      Ich habe mir nur gedacht vielleicht weiß Berkowitz etwas über die rechtlichen Ausgänge/Wahrscheinlichkeiten/Schadensersatzansprüche dass ich nicht weiß. (Ich kopiere Berkowitz bei dieser Sache nur)


      Mittlerweile ist ja viel passiert (siehe Link unten) ... so langsam sollte man sich an eine Bewertung der Aktie machen ;)

      http://www.valuewalk.com/2016/11/mnuchin-fannie-mae-fox/



      Grüße
      valuetradeblog

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    4. Danke für den Link, hatte das Interview aber eh schon gelesen (auf einer anderen Seite).

      Dass Berkowitz mehr weiß ist sogar sicher - tatsächlich habe ich mich auch etwas unwohl gefühlt, als er aus den commons raus und in die prefs rein ist, ich bin aber einfach stur geblieben ;-)

      Mit der Bewertung hast du recht, das sollte man angehen. Das Problem ist halt, dass das unmöglich ist, so lange man keine Details zur Rekapitalisierung kennt. Und eine Rekapitalisierung muss in irgendeiner Form kommen.

      Man kann eigentlich nicht viel mehr tun, als warten...

      lg
      Tom

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